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Der sozialphilosophische Befund, die
traditionellen Formen des Zusammenlebens seien in der modernen
kapitalistischen Gesellschaft mehr und mehr verschwunden, ist
unumstritten. Schwieriger ist hingegen die Frage zu beantworten, was
genau an die Stelle der früheren Gemeinschaft getreten ist,
und wie die neue soziale Ordnung bewertet werden muss. Die einen
preisen die neu gewonnene Freiheit, die mit der Auflösung der
althergebrachten starren Gesellschaftsstruktur und dem Sieg des
Individualismus verbunden sei. Andere bezeichnen den Niedergang der
traditionellen Gemeinschaft als Katastophe, sprechen von Atomisierung
und Vereinzelung, von Entfremdung und dem Verlust moralischer Tugend.
Solche grundsätzliche Zeitdiagnosen im Spannungsfeld zwischen
grenzenlosem Optimismus und finsterer Schwarzmalerei wirken sich auch
auf die Interpretation einzelner gesellschaftlicher Phänomene
aus. So sind zum Beispiel Stellungnahmen zu Fragen der Jugendgewalt und
deren Ursachen oder Urteile über die Qualität der
heutigen Massenmedien stets von solchen - oftmals unbewussten -
Deutungen der Gegenwart abhängig. Im Rahmen von Referaten, Weiterbildungen
oder Workshops
kann das Philosophie-Büro dabei helfen, das Leben des
Einzelnen in der modernen Gesellschaft zu reflektieren und
Orientierungspunkte zu setzen.
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